Kooperationsprojekt im Rahmen von ICFCS

we are strong

 „We are strong“ (ICFCS) ist ein Projekt, welches zusammen mit der vierten Klasse, der „Affenklasse“ der Schule im Süden in Meschenich stattfand.

Anfang des Jahres hatte die Klasse eine Unterrichtsreihe zum Thema Demokratie und gelangte so auf das Thema Kinderrechte. Den Kindern war vorher nicht bewusst, das rechte explizit für Kinder existieren, und sie darüber hinaus einen Anspruch auf diese haben. Ihnen ist dadurch aufgefallen, dass die Situation am Kölnberg nicht mit den Kinderrechten übereinstimmt. Gemeinsam mit der Klassenlehrerin Frau plum haben sie Mindmaps zum Thema Kinderrechte entwickelt und zusammengetragen, wie die Spielsituation am Kölnberg aussieht. Da zuvor über Kommunalpolitik gesprochen wurde, war ihnen schnell klar, an wen eine Beschwerde zu richten ist. So kam die Klasse  auf die Idee, einen Brief an die Bezirksvertretung  Rodenkirchen mit den gesammelten Kritikpunkten zu schreiben, in dem sie sich hauptsächlich auf den Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention. Der Brief sorgte für großen Wirbel. Da UNICEF und die stadt Köln 2019 fünfhundert Teilnemende aus vierzig Ländern einluden, um international die Rechte des Kindes zu stärken, rief die Stadt Köln die Kampagne „Ein Jahr Kinder- und Jugendfrerundliches Köln“ ins Leben. Diese bot den Rahmen für unser Kooperationsprojekt.Mit unserem Projekt haben wir es uns zum Ziel gemacht, die Kinderrechte am Kölnberg zu stärken. 1 Wir begleiteten die Kinder unter der Leitung von Uwe Boden an mehreren Workshoptagen und unterstützten sie durch Dokumentation, medialer Aufbereitung und der Ausstattung mit Rampen eines Skateplatzes auf dem Gelände eines ungenutzten Tennisplatzes. Während des gemeinsamen Workshoptage erfuhren wir, was es für die Kinder bedeutet Rechte zu haben und was sie unter Ruhe, Freizeit uns Spiel verstehen. Außerdem entwickelten wir zusammen Ideen und Konzepte, wie der ungenutzte Tenissplatz zu einem kindergerechten Ort werden könnte, malten fotografierten und filmten gemeinsam.

Die „Kinder vom Kölnberg“ haben den derzeitigen Istzustand der Freiflächen dokumentiert und gleichzeitig Wünsche formuliert, wie sie sich ihre Spielräume idealerweise vorstellen und das Vorhaben somit konstruktiv und partizipativ behandelt.

Im Rahmen dieses Projekts machten die Kinder bis hin zu städtischen Entscheidungsträgern auf sich und ihre Umwelt aufmerksam und übten sich erfolgreich in Partizipation.

1 Franzi Schardt für das projektbegleitende Magazin „Ein Recht auf Spiel-We are strong“

Eine weitere Blüte unseres Projektes "We are strong"

Meschenich blüht auf

Einige der bisher entstandenen Ideen scheiterten jedoch im Vorfeld daran, dass die Bewohner*innen der Hochhäuser Müllsäcke, Möbel, Matratzen etc. aus den Fenstern ihrer Wohnungen werfen. Ganz davon abgesehen, dass es zum Teil lebensgefährlich ist, sich dort im Freien aufzuhalten, zieht der „rumliegende“ Müll auch Ratten an. Seit Jahren wird hier von einer Rattenplage gesprochen, die nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Aufgrund des hohen öffentlichen Interesses hat am 02.05.2019 der Kölner Stadtanzeiger über den katastrophalen Zustand am „Kölnberg“ berichtet. (Nachzulesen unter: https://www.ksta.de/koeln/rodenkirchen/schockierende-zustaende-kot–ratten-und-sex-in-der-oeffentlichkeit-auf-koelner-spielplatz-32447766 )

Der Ausgangspunkt zur Projektidee zu „Meschenich blüht auf“ war unser Semesterprojekt „We are strong“.

 

Das Kinder- und Jugendzentrum möchte einen Beitrag zum Umweltschutz beitragen und möglichst viele Menschen aus Meschenich zur Schonung natürlicher Ressourcen bewegen.

Denn in dem Sozialraum Kölnberg ist das Thema Umwelt nicht populär. Viele der am Kölnberg lebenden Menschen stammen aus Ländern, in denen der Schutz von Klima, Umwelt oder Natur keine oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Müllvermeidung, Mülltrennung und Müllentsorgung sind Bereiche, die den Kindern aufgrund von fehlenden positiven Rollenvorbildern fremd sind. 

Wir wollen ein Projekt zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements entwickeln. Im Rahmen von „Meschenich blüht auf“ wollen  wir erreichen, dass die hier lebenden Menschen „Umweltwissen“ vermittelt bekommen, sodass langfristig ein Umweltbewusstsein geschaffen wird und eine Nachhaltigkeit in ihrem Alltag gewährleistet ist.  Dieses Bewusstsein umfasst beispielsweise den Nutzen der Wiederverwertung von Gegenständen, die Vorteile von nachhaltigem Konsum sowie Recycling von Müll. Die direkte Zielgruppe dieses Projekts, also Kinder und Jugendliche, lernen am besten durch erlebnisorientierte Maßnahmen. Ein sowohl kognitiver, emotionaler sowie aktionaler Ansatz innerhalb der einzelnen Maßnahmen soll sie rund um das Thema Abfall sensibilisieren und schließlich zu mehr bürgerschaftlichem Engagement hinführen.

Wir wollen nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch zum Weiterdenken und -entwickeln. Ziel des Projektes ist es, die Teilnehmer*innen darüber zu informieren, dass die Klimakrise für die Stabilität der Ökosysteme eine existenzielle Bedrohung darstellt und dass der Mensch nicht nur für das verantwortlich ist, für das was er tut, sondern auch für das, was er nicht tut. Tun wir das nicht, werden die verursachten Schäden weit höhere Kosten mit sich bringen als alle Investitionen in konkrete Maßnahmen zur Vermeidung der Klimakatastrohe. Mit diesem auf Dauer angelegten Projekt wollen wir langfristig zu einer Bewusstseinsänderung eines jeden Einzelnen beitragen.